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FFW Torgau - Nachrichten - 27.08.2011

Torgauer Kameraden trainieren auf dem Flughafen

Torgauer Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr trainierten auf dem Flughafen

Am 27. August trafen sich 22 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Torgau mit ihren Ortswehren zu einem Ausbildungswochenende im Ausbildungszentrum der Werkfeuerwehr des Flughafens Leipzig- Halle. Inhalt der Ausbildung sollte das richtige Verhalten bei Bränden in geschlossenen Räumen bei Gefahr des Durchzündens (neudeutsch flash over), das in einem holzbefeuerten Brandhaus trainiert wurde, sowie das Löschen von Bränden in Verbindung mit havarierten Flugzeugen, wozu die Brandsimulationsanlage Boeing 747 genutzt wurde, sein.
Sicherlich rechnet keiner von uns mit einer Notlandung einer Boing auf der B87 bei Torgau aber alle durchgeführten Übungen, sei es ein Flächenbrand durch auslaufendes Benzin oder ein durch eine Mikrowelle ausgelöster Küchenbrand, können so oder in leicht abgewandelter Form auch jederzeit ein Thema im häuslichen oder kommunalen Bereich sein.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Ausbildung im holzbefeuerten Feststoffbrandcontainer. Alle Kameraden bekamen im Rahmen einer Gewöhnungsübung einen Eindruck davon, welche Temperaturen bei einem Vollbrand in einer Wohnung auftreten und haben spätestens hier im wahrsten Sinne des Wortes hautnah, den Sinn moderner Schutzbekleidung erkannt. Das Lesen der Brandgase, das Phänomen der „tanzenden Engel“ (Verbrennung der Pyrolysegase) - im Rauch und letztendlich das Durchzünden hat nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Im Anschluss wurden an diesem Objekt weitere Übungselemente „Unterdrückung Flash over, Türprozedur und das Belüften mittels Hohlstrahlrohr „trainiert.
Alle Kameradinnen und Kameraden waren am Ende des Ausbildungstages sichtbar geschafft von der praxisnahen Ausbildung.

Am Sonntag stand dann die Brandsimulationsanlage auf dem Plan. Unsere Feuerwehr war die erste Gastwehr, die daran trainieren durfte.
Nach dem Kennenlernen des Übungsobjektes mit seinen einzelnen Stationen ging es dann gleich zur Sache. Dabei forderte die Bekämpfung eines Flächenbrandes durch auslaufendes Kerosin (hier ökologisch unbedenklich durch Propangas simuliert) und das Löschen eines Triebwerkbrandes, vergleichbar mit aus einer Gashochdruckleitung ausströmenden, brennenden Gases, auf der Tagesordnung. Auch hier standen die Kameradinnen und Kameraden voll und ganz ihren Mann bzw. ihre Frau.

Nach der verdienten Mittagspause und als Höhepunkt des Wochenendes wurde eine Komplexübung an der B 747 Attrappe durchgeführt. Übungsziele war das Freischlagen eines Zuganges zum Brandobjekt und das Eindringen in Dasselbe mit anschließender Verletztensuche. Dabei waren Brandherde wie Küche, Gepäckabteil und Passagierkabine zu bekämpfen.
Zum Ende der Übung konnte man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sich der Eine oder die Andere kurz vor vor seiner Leistungsgrenze befanden. Trotz der großen physischen und psychischen Anstrengungen empfanden alle Beteiligten dieses Trainingswochenende als eine außerordentlich gelungene Maßnahme mit einem enormen Wissensgewinn.

An dieser Stelle möchten wir Dankeschön sagen.
Unser Dank gilt hier insbesondere Herrn Steffen Ludewig, dem u.a. für diese Trainingsanlage Verantwortlichen und seinem kompetentem Ausbilderteam, das mit hohem fachlichen Wissen, aber auch mit viel Motivation und schier endloser Geduld das Training leiteten.
Gleichermaßen bedanken wir uns bei unseren Kameraden, die bei der Flughafenfeuerwehr Dienst tun und an diesem Vorhaben von der Ideenfindung bis zur Durchführung maßgeblichen Anteil hatten. Aber nicht zuletzt bei den Kameraden, die ein ganzes Wochenende dafür geopfert haben, ihre handwerklichen Fertigkeiten bei der Brandbekämpfung weiter zu entwickeln, um jederzeit allen Bürgern Torgaus im privaten wie auch im gewerblichen Bereich wirksam helfen zu können
Reiner Reimann

Wehleiter FF Torgau

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