Björn Steiger Stiftung

Ursprung

Nach dem Verkehrsunfalltod des achtjährigen Björn Steiger wollten seine Eltern Ute und Siegfried Steiger mit der Gründung des Vereins die Hilfsbereitschaft von Björn Steiger fortführen. Sie wollten dazu beitragen, dass anderen Notfallpatienten ein ähnliches Schicksal erspart bleibt. Als gemeinnützige Organisation ist die Björn Steiger Stiftung auf Spenden, Bußgelder, Zuwendungen von Sponsoren und Erlösen aus eigenen Aktivitäten angewiesen.


Hintergrund

Nur in einzelnen Großstädten gab es die 110/ 112. Die Telefone an den deutschen Autobahnen waren nicht für den Notruf installiert, sondern dienten den Autobahnmeistereien als Betriebstelefone. An Bundes-, Landes- und Kreisstraßen gab es keine Notrufmöglichkeiten. Krankentransport hatte noch keine Möglichkeit der Funkkommunikation. Dies war die Situation 1969, zur Zeit der Gründung der Björn Steiger Stiftung.

Nachdem es der Björn Steiger Stiftung gelungen war in Bund und Bundesländern Zuständigkeiten für Rettungsdienst und Notfallhilfe zu schaffen, sahen wir unsere größte Aufgabe im Aufbau eines flächendeckenden Notrufsystems. Begonnen haben wir mit der Finanzierung von Funkgeräten für den Krankentransport. Unsere Initiative führte in wenigen Jahren zur flächendeckenden Vollversorgung.

Mit der Finanzierung der Notrufnummer 110 / 112 für alle Ortsnetze des damaligen Regierungsbezirks Nordwürttemberg hatten wir ein Beispiel gesetzt. Mit einer Klage gegen das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart zur bundesweiten, flächendeckenden Einführung der Notrufnummer 110 / 112 haben wir erreicht, dass in der Sitzung der Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler am 23. September 1973 der "Notruf 73" beschlossen wurde. Bundespostminister Prof. Dr. Horst Ehmke rief Siegfried Steiger nach der Sitzung an und sagte: "Ihr Dickschädel hat sich durchgesetzt".



In langjährigen Verhandlungen mit den Bundesverkehrsministern Georg Leber und Lauritz Lauritzen setzte Siegfried Steiger 1973 durch, dass alle Autobahn-Neubaustrecken wieder mit Autobahnbetriebstelefonen für den Notruf bestückt und die Notrufsysteme an den bestehenden Autobahnen weiter unterhalten wurden.

Da sich für die Bestückung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen mit Notruftelefonen (NRT) niemand zuständig fühlte, begann die Björn Steiger Stiftung 1971 systematisch mit der flächendeckenden Bestückung dieser Straßen. Inzwischen wurden über 7.000 NRT aufgestellt und unterhalten. Das Notrufsystem der Björn Steiger Stiftung wurde zwischen 1971 und 2002 achtmal dem neuesten Stand der Technik angepasst. In den vergangenen 30 Jahren wurden dafür von der Stiftung über 40 Mio. Euro aufgebracht. Die laufenden Betriebskosten betragen pro Jahr 2,5 Mio. Euro. Im Zuge der starken Mobilfunkverbreitung hat seit 2006 die Reduzierung der Notruftelefone begonnen. Die sich damit verbindenden Reduzierung der Betriebskoten werden für die Betriebskosten der Mobilfunkortung LifeService 112 verwendet.


Hinweis

Vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit der Björn Steiger Stiftung. Ob Fragen zur Mitgliedschaft, ob Lob und
Kritik oder Tipps und Hintergrundinformationen. Unter den folgenden Angaben können Sie uns per Post, Telefon oder
E-Mail erreichen. Wir freuen uns, wenn Sie uns kontaktieren.


Kontakt

Björn Steiger Stiftung
Petristraße 12
71364 Winnenden
Tel.: (07195) 3055-0
Fax: (07195) 68883

Notrufstörungsdienst: (07195) 3055 115


www.steiger-stiftung.de
info@steiger-stiftung.de

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