Lied 06

Der Ruf der Pflicht

Die Nacht ist kalt, es pfeift der Wind man liegt im warmen Bette,
und träumt von einer Landpartie mit Muttern um die Wette;
auf einmal hast du nicht gehört, da heult es in der Runde.
Unheimlich klingt die Glocke schrill, dreimal in der Sekunde.
Vallerie, Vallera........................

Schnell ist man aus dem Bett heraus und sucht nach seinen Sachen.
Da tönts von Mutters Seite her: Was willst du denn schon machen?
Du willst doch nicht zum Feuer gehn in diesem Sturmgebrause?
Es sind ja soviel andere da, so bleib doch zu Hause.
Vallerie, Vallera..........................

Doch wenn sie merkt, dass man sich kann nicht an ihr Reden kehren,
dann ist wie umgewandelt sie und trieft von guten Lehren
vergiß nur ja das Schaltuch nicht und halt dir warm die Glieder
und kehr nicht erst noch einmal ein und komme recht bald wieder.
Vallerie, Vallera.............................

Doch wenn sie auch so mahnt und spricht, sie meint es gut die Alte
es ist ihr nur um ihren Mann, das sie sich erhalte
im Herzen ist sie stolz darauf und fühlt sich sehr geehret,
dass auch ihr Mann als schmuckes Gleid zur Feuerwehr gehöret.
Vallerie, Vallera....................................

Doch nichts für ungut, wer etwa dies Lied schief aufgenommen
und sich daran geärgert hat der braucht nicht wiederkommen
ihr anderen aber nehmt zur Hand die Gläser nun, die Vollen
Hoch! Hoch! Die Frauen der Feuerwehr und die es werden wollen.
Vallerie, Vallera....................................

(Melodie: "Der Ruf der Pflicht Wohlauf, die Luft gehr frisch")
(Quelle und Verfasser: unbekannt)


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