Grasland - Feuerindex(GLFI)


Gefährdungsstufe  
Beschreibung  sehr geringe Gefahr  geringe Gefahr  mittlere Gefahr  hohe Gefahr  sehr hohe Gefahr 

Aktuelle Werte Deutschlands mit Karte


Aktuelle Werte von Sachsen


Quelle: Deutscher Wetterdienst


Informationen zum Grasland-Feuerindex 12 UTC (Prot

Der GLFI beschreibt die Feuergefährdung offenen, nicht abgeschatteten Geländes mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Hilfsweise kann der GLFI auch angewandt werden auf gelbreife Getreidefelder bzw. Stoppelfelder. Die Berechnungen werden nur während der Feuersaison aktualisiert.

Bei der gegenwärtigen Modellversion handelt es sich um ein vollautomatisches Rechnerprodukt, das auf stündlich aufgelöste Zeitreihen verschiedener meteorologischer Parameter von Stationen des DWD-Messnetzes zurückgreift.

Ebenso wie bei dem für Waldlandschaften gültigen M68-Index wird das witterungsbedingte Feuerrisiko durch fünf Stufen quantifiziert.

Der GLFI berücksichtigt gefahrenmindernde Wasserbeläge durch Taubildung, Niederschlagsinterzeption und Schnee, sowie die Streu- und Bodenfeuchte und die für die Laufgeschwindigkeit der Feuerfront maßgebliche Windgeschwindigkeit.

Eine geringe Gefahrenstufe ist zu erwarten bei hoher Streufeuchte und geringem Wind sowie bei Benetzung, eine hohe Gefahrenstufe dagegen bei niedriger Streufeuchte und hoher Windgeschwindigkeit.


Hinweise

Im Vergleich zum M-68-Index wird häufig ein höheres Feuerrisiko angezeigt, da unter Freilandbedingungen Strahlung und Wind einen stärkeren Einfluss auf die Verdunstung und damit auf den Wassergehalt der toten Biomasse besitzen. Indexanstiege um drei Stufen sind in seltenen Fällen möglich!

Die Grasland-Feuerindizes werden für die Wetterstationen (Kreise in der Deutschlandkarte, s. „aktuelle Werte“) berechnet - und nur für diese gelten sie. Aus der dargestellten Tabelle, die Sie nach Anklicken des entsprechenden Bundeslandes und Auswahl der Station erhalten, lassen sich aus zurückliegenden und prognostizierten Indizes Trends der Gefährdung ablesen.

Die Karte gibt lediglich einen groben Überblick über die Gefahrensituation in Deutschland. Sie stellt die aktuelle Gefährdung nach internationaler Stufeneinteilung in regionalisierter Form dar, wozu die Indizes der verwendeten deutschen Wetterstationen über dreidimensionale topographische Regressionsalgorithmen auf ein äquidistantes 1-km Raster abgebildet werden.


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