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Gedicht 13

Feuerwehr

Sonntagnachmittag ist´s: Die Feuerwehr tritt zur Übung an.
Die Handdruckspritz wird geprobt, die Mannschaft lernt die Motospritze führen.
Neugierige stehen ringsumher und kritisieren.
Ein junger Mann, Landwirt im Besitz von vielen Morgen,
plage sich zu seinen noch mit diesen Sorgen:
"Unnütze Arbeit, was die machen, es geht ja gerade zu wie beim Militär.
Das Schönste ist: Wir Steuerzahler müssen liefern noch die Sachen ....
Wann brennt´s denn mal bei uns? Was brauchen wir ´ne Feuerwehr?"

`S ist Mitternacht´ger Stunde. Alles liegt in tiefer Schlummer.
Vergessen ist des Tages Freud´, vergessen auch des Tages Kummer.
Da, horch! --- ALARM --- Die Hörnner gellen.
Die Menschen laufen durch die Straßen --- Hunde bellen.
Schon immer größer wird das Flammenmeer.
Und angstvoll hört man rufen: Wo bleibt nur die Feuerwehr?

Laufschritt marsch - marsch! Kameraden eilt!
Freiwillig übernomm´ner Pflicht woll´n wir genügen!
Vergeßt den Grimm, begrabt den Streit!
Wir kennen weder Haß noch Neid.
Das Feuer ist der Feind! Das wollen wir besiegen!
Laufschritt marsch - marsch !
Aufatmen hört man´s rings umher :
Gott sei Dank! Jetzt kommt die Feuerwehr!

Mit Schläuchen vor! Hell tönen die Singnale.
Die Motorspritze summt, speit Wasser aus im hohen Strahle.
Das ganze Dach steht schon in Flammen.
Oh kommt und helft geschind!
Ein junges Weib, es ruft und bricht zusammen:
"Mein Kind! - Mein Kind ...!!!"

Ein schriller Pfiff, ein kurz´ Kommando: "Die Leiter ran"!
Ein Steiger schon erklimmt die Sprossen.
Wie bei ´ner Übung steigt er auf, ganz unverdrossen.
Das Beil heraus, ein Fenster geht in Scherben.
erschwunden ist er schon im Rauch ...
"Herrgott, der geht in sein Verderben" !

Minuten vergehen, - wie lang es doch gewährt -
Da - da erscheint der Retter wieder.
Vom Rauch geschwärzt steigt er zur Erde nieder.
Sein Haar ist angesengt, Brandwunden hat er an den Händen.
Jedoch das Kind, er bringt´s der Mutter unversehrt.

Sonntagnachmittag ist´s: Die Feuerwehr tritt zur Übung an.
Da schreit über den Platz ein junger Mann:
"Könnt ihr mir je mein unbedachtes Wort verzeih´n?
Wenn ja, dann nehmt mich auf in eure Reih´n.
Ich sag´es laut jetzt, dass es jeder hör´:
Das nötigste in jeden Ort, ist die Feuerwehr"!

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Hartmut Reinsch ©
(Deutsch-Kanadischer Goldschmied und Heimatdichter) Toronto KANADA

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